
Du denkst dir vielleicht: „Eine Website? Brauch ich nicht. Meine Kunden kommen über Empfehlungen und haben schon immer angerufen.“ Das war früher vielleicht richtig. Heute ist es ein teurer Denkfehler.
Eine moderne Website ist längst kein Nice-to-have mehr. Ich sehe jeden Tag, wie ohne professionelle Online-Präsenz Anfragen an den Betrieb mit der besseren Darstellung gehen. Wenn du online nicht klar zeigst, wer du bist und welche Arbeiten du machst, zahlst du mit verlorenen Chancen.
In dieser neuen Serie zeige ich dir alles, was du als Zimmerer oder Schreiner über Websites wissen musst. Ohne Technik-Kauderwelsch, dafür mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Wenn du gleich weitermachen willst: Lies schon jetzt die Vorschau auf Teil 2 – Fehler vermeiden.
Praxis: Vorteile und Herausforderungen
Ich denke bei Websites an deinen Alltag. Was bringt dir eine moderne Seite ganz konkret?
Deine Vorteile im Betrieb:
- Mehr qualifizierte Anfragen, weil in 10 Sekunden klar ist, wofür du stehst
- Weniger Telefon-Pingpong dank klarer Infos und einfachen Kontaktwegen
- Bessere Aufträge, weil Referenzen genau die Arbeiten zeigen, die du haben willst
- Stärkere lokale Sichtbarkeit durch saubere Google-Einträge und Bewertungen
Die typischen Hürden:
- Fotos fehlen oder wirken lieblos
- Texte klingen generisch, nicht nach dir
- Die Seite lädt quälend langsam
- Keine klare Aktion: Anrufen? Schreiben? Termin buchen?
Mein Ansatz: kleine, klare Schritte statt Mammutprojekt. Erst Inhalte sortieren, dann Geschwindigkeit optimieren, Referenzen stark inszenieren und den Kontakt glasklar machen.
Typische Stolperfallen, die dich Aufträge kosten
Mach den 15-Minuten-Check:
- Öffne deine Website auf dem Handy. Ist alles ohne Zoomen lesbar?
- Miss die Ladezeit mit PageSpeed Insights. Über 3 Sekunden? Katastrophal für Absprungraten.
- Schau auf die Startseite: Erklärt sie in einem Satz, was du anbietest und für wen?
- Prüfe deine Referenzen: Zeigen sie die Arbeiten, die du künftig öfter machen willst?
- Gibt es eine eindeutige Aktion oben: Anrufen, Nachricht schicken oder Termin buchen?
Wenn du bei zwei Punkten zögerst, verlierst du gerade potenzielle Anfragen an die Konkurrenz. Ich zeige dir, wie du das drehst. Die wichtigsten Stolperfallen fasse ich in Teil 2 – Fehler vermeiden zusammen.
Warum eine moderne Website mehr ist als Pflichterfüllung
Selbst wenn du nicht unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fällst, solltest du trotzdem handeln. Eine moderne Website ist wie ein guter Hobel: Anfangs denkst du, der alte tut’s auch noch – bis du merkst, wie viel Zeit und Nerven der neue spart.
Diese Kunden verlierst du ohne professionelle Website:
Etwa 85% aller Menschen schauen sich Betriebe erst online an, bevor sie anrufen. Wenn deine Website aussieht wie 2005 oder gar nicht existiert, wählen sie den Konkurrenten mit der besseren Online-Präsenz.
Besonders jüngere Kunden (30-50 Jahre) erwarten heute eine ordentliche Website. Das sind oft die, die gerade bauen oder modernisieren – also deine lukrativsten Aufträge.
Du verpasst lokale Google-Suchen:
„Schreiner in meiner Nähe“ wird täglich tausendfach gegoogelt. Ohne moderne Website mit lokalem SEO findest du bei diesen Suchen nicht statt. Deine Konkurrenz kassiert diese Anfragen.
Referenzen verkaufen sich nicht:
Deine besten Arbeiten verschwinden im Fotoalbum, statt neue Kunden zu überzeugen. Eine moderne Website zeigt deine Projekte professionell und macht aus Besuchern Interessenten.

Was „modern“ konkret bedeutet
Eine moderne Website für Handwerker ist kein Hexenwerk. Sie muss diese Grundanforderungen erfüllen:
Responsive Design: Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer gleich gut. Über 60% deiner Website-Besucher kommen übers Smartphone.
Schnelle Ladezeit: Lädt in unter 3 Sekunden. Dauert es länger, sind die meisten Besucher schon wieder weg.
Klare Navigation: Jeder findet sofort, was er sucht. Wie ein gut organisiertes Werkzeugregal.
Lokale Auffindbarkeit: Google weiß, wo dein Betrieb ist und zeigt dich bei regionalen Suchen an.
Barrierefrei: Funktioniert auch für Menschen mit Einschränkungen. Das verbessert die Nutzererfahrung für alle.
Deine ersten Schritte zur modernen Website
Schritt 1: Bestandsaufnahme machen
Falls du schon eine Website hast, teste sie selbst:
- Lade sie auf deinem Handy → Ist alles lesbar und klickbar?
- Miss die Ladezeit mit Google PageSpeed Insights → Unter 90 Punkte? Dann ist Handlungsbedarf.
- Suche deinen Betrieb bei Google → Findest du dich in den ersten 5 Ergebnissen?
Schritt 2: Inhalte sammeln
Du brauchst:
- Gute Fotos deiner besten Arbeiten (mindestens 10-15 Projekte)
- Kurze Beschreibung deiner Leistungen
- Kontaktdaten und Öffnungszeiten
- Info über dich und deinen Betrieb
Schritt 3: Professionelle Hilfe holen
Eine Website selbst zu bauen ist wie eine Küche selbst zu zimmern – theoretisch möglich, praktisch oft teurer als der Profi. Such dir eine Agentur, die Handwerksbetriebe versteht.

Die häufigsten Ausreden (und warum sie nicht stimmen)
„Meine Kunden sind alle über 60, die nutzen kein Internet“
Falsch. Auch die 60-Jährigen googeln schon lange. Und deren erwachsene Kinder, die bei der Betriebsauswahl mitentscheiden, sind sowieso online.
„Das ist mir zu teuer“
Eine professionelle Handwerker-Website kostet zwischen 2.000-5.000 Euro. Das holst du mit einem einzigen größeren Auftrag wieder rein, den du durch die Website bekommst.
„Ich hab keine Zeit für Website-Pflege“
Musst du auch nicht. Eine gut gemachte Website läuft jahrelang fast ohne Wartung. Wie eine ordentliche Werkbank.
„Ich versteh nichts von Technik“
Musst du auch nicht. Dafür gibt es Profis. Du verstehst ja auch nichts von Buchhaltung und lässt sie trotzdem machen.
Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Viele deiner Konkurrenten haben ihre Website seit Jahren nicht angefasst. Genau jetzt kannst du dir mit einer modernen, schnellen und klaren Seite einen Vorsprung holen.
Außerdem fördern manche Handwerkskammern und Kommunen die Digitalisierung von Handwerksbetrieben. Erkundige dich nach Zuschüssen – manchmal trägt die öffentliche Hand bis zu 50% der Kosten.
Was in den nächsten Artikeln kommt
Diese Serie hilft dir Schritt für Schritt zu einer Website, die wirklich funktioniert:
- Teil 2: Die 5 schlimmsten Fehler auf Handwerker-Websites (und wie du sie vermeidest)
- Teil 3: So hebst du dich online von anderen Zimmereien ab
- Teil 4: Welche Inhalte auf deine Website gehören
- Teil 5: Google My Business und lokale Suche richtig nutzen
Jeder Artikel bringt dich einen Schritt näher zu mehr Kunden und weniger Stress bei der Auftragsakquise.
Eine moderne Website ist heute so wichtig wie eine scharfe Säge: Ohne kommst du nicht weit, mit sparst du dir viel Arbeit. Entscheidend ist der Nutzen im Alltag – mehr Sichtbarkeit, weniger Aufwand, bessere Anfragen.
Du willst nicht länger Kunden an die Konkurrenz verlieren? Dann sprich mit mir über deine neue Website. Bei der Medienzimmerei setze ich Websites für Handwerksbetriebe um, die wirklich funktionieren.


